Abfallsituation

In Sachsen werden jährlich etwa 19 Millionen Tonnen Abfälle verwertet und entsorgt. Würde man all diesen Müll in Müllautos packen, würden alle Bundes-, Landes- und Kreisstraßen Sachsens nicht für diesen Müllauto-Stau ausreichen.

Was sind das für Abfälle?

  • 10 Millionen Tonnen und damit die Mehrheit der Abfälle sind Bau- und Abbruchabfälle. Bei 5,5 Millionen Tonnen handelt es sich um Boden, Aushub oder Steine. 4 Millionen Tonnen sind Bauschutt wie Beton, Ziegel, Fliesen oder Keramik.
  • 4 Millionen Tonnen sind Abfälle aus Produktion und Gewerbe.
  • 2 Millionen Tonnen sind Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen
  • 1,4 Millionen Tonnen sind Siedlungsabfälle. Haus- und Sperrmüll machen mit 600.000 Tonnen den größten Anteil aus. 500.000 Millionen Tonnen werden als Wertstoffe getrennt gesammt, davon 200.000 Tonnen Papier, Pappe und Karton, 150.000 Tonnen Verpackungen und 100.000 Tonnen Glas. Organische Abfälle aus Biotonne und Garten- und Parkabfällen kommen auf 250.000 Tonnen.

Wie werden die Abfälle entsorgt?

  • 8 Millionen Tonnen werden in übertägige Abbaustätten verfüllt, das heißt in Gruben und Tagebaue. Das betrifft vor allem Bauabfälle, aber auch Abfälle aus Kraftwerken.
  • 4,8 Millionen Tonnen Bauabfälle werden in Bauschuttaufbereitungsanlagen für die Wiederverwendung vor allem im Straßen- und Wegebau vorbereitet.
  • 4,3 Millionen Tonnen werden vorbehandelt. Davon 1,5 Millionen Tonnen werden zerlegt, geschreddert oder sortiert. 2,7 Millionen Tonnen werden behandelt und so für Verwertung oder Entsorgung vorbereitet (z.B. biologisch, mechanisch-physikalisch oder chemisch).
  • 1,3 Millionen Tonnen nicht verwertbarer Abfälle werden deponiert.
  • 0,9 Millionen Tonnen werden verbrannt – davon wird bei 0,6 Millionen Tonnen die entstehende Wärmeenergie genutzt. 0,3 Millionen Tonnen werden so nur entsorgt.

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