Zero Waste in der Wirtschaft

In der Wirtschaft gibt es viele Beispiele, wo bereits jetzt Müll verringert wird, sei es durch Re-Design von Produkten, durch Verwendung nachhaltiger Werkstoffe oder durch Recycling-Technologien. Die säschsische Forschung zeigt auf, was in Zukunft noch möglich werden kann.

Industrie

Holz im Maschinenbau

Die LiGenium GmbH aus Chemnitz bringt den nachwachsenden Rohstoff Holz zurück in den Maschinenbau. Das mehrfach ausgezeichnete Startup entwickelt und fertigt anspruchsvolle, nachhaltige Logistiklösungen aus Holzwerkstoffen, welche konventionellen Anwendungen aus Stahl oder Kunststoff in nichts nachstehen! Diese Produkte tragen nicht nur zur Ressourcenschonung bei, die Anwender profitieren auch ökonomisch und technisch.

Forschung

Kunststoff-Rezyclate

Mit der Wertstofftonne können Verpackungsmaterialien gut gesammelt und anschließend recycelt werden. Eingesetzt wird das Rezyklat für dickwandige Teile wie Parkbänke, Füße von Straßenschildern oder für Eimer. Aber der Markt ist gesättigt. Um zusätzliche Verwendungszwecke in der Industrie zu erschließen, forscht das Kunststoffzentrum in Leipzig an Leichtbau-Anwendungen.

Klärschlamm

Eine Herausforderung für die Kreislaufwirtschaft ist Klärschlamm. Er darf wegen Schadstoffbelastung nicht mehr als landwirtschaftliches Düngemittel genutzt werden. Durch Pyrolyse kann Klärschlamm aber verkohlt werden, dadurch werden Schadstoffe beseitigt und es entsteht ein Biodünger. Eine Pilotanlage steht im Klärwerk in Niederfrohna.

Batterien

Wie können Batterien umweltfreundlich gefertigt, recycelt und der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden? Nicht nur für E-Mobilität und Verkehrswende eine wesentliche Frage. Hieran forscht seit Januar 2021 das Dresdner Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) an seinem neuen Standort in Freiberg. Mehr Infos gibt es hier.